Dienstzeit am Militärstandort

Über Paul Hoppe

Paul Hoppe, mein Großvater väterlicherseits, wurde am 27. Mai 1911 in Dolgen/Pommern (Kreis Dramburg) geboren.

Am 01.05.1929 trat er in die Reichswehr ein und versah seinen Dienst bei der 14./Inf.Regiment 4 in Neustettin.

Seit 1931 Angehöriger des 1./Inf.Reg. 4 zum Spielmann (Querflöte) vorgesehen. Mit dieser Einheit 1934 zur Wachtruppe nach Berlin als Spielmann abkommandiert.

Die Stammeinheit wurde in der 2. Hälfte der 30er Jahre in das mot. Inf.Reg. 25 umbenannt.

Er fungierte als Ausbilder und wurde 1942 an die Ostfront verlegt. Hier versah er als Angehöriger der 11. Panzerdivision, 3. Komp. PzGrenReg. 110 (Inf.Ersatz.Bat. 25) zuletzt seinen Dienst im Range eines Stabsfeldwebels.

Nach schwerer Verwundung am 21.02.1943 bei Barvenkovo, südöstl. von Charkow, verstarb er am 25.02.1943 in einem dortigen Feldlazarett.

Die letzte Ruhe fand er auf einem großen Feldfriedhof bei Gorlowka, der von den Sowjets eingeebnet wurde. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. hat sich meiner Frage nach Lokalisierung der Grabstätte mit Dank angenommen. Deren Arbeiten brachten in dieser Region zuletzt in und um Charkow Erfolge und ermöglichten in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden zentrale Gedenkstätten.

Ein Massengrab gefallener deutscher Soldaten wurde in Donezk/Weißrussland lokalisiert. Nach den Unterlagen des Volksbundes deutscher Kriegsgräber e.V. hat Paul Hoppe hier seine letzte Ruhestätte gefunden. Er wurde mit diesem Grab in der Verlustliste geführt. Eine beabsichtigte Pflege der Grabstelle durch den Volksbund konnte durch den Krieg (ich vermeide ganz bewusst den Begriff "Bürgerkrieg") in der Ostukraine bislang nicht erfolgen.

In der Heimat blieben Frau und 3 Kinder (das Älteste zum Zeitpunkt des Todes 9 Jahre), denen im Februar 1945 im letzten Augenblick die Flucht aus Stargard/Pommern gelang.

Die nachfolgenden Bilder entstammen seinem Nachlass und sind undatiert - stammen aber auch vor 1933. Einige wurden im Rahmen der Ausbildung auf einem MG-Schießstand bei "Afanafonso" (den Ort konnte ich bislang nicht ausfindig machen - evtl. Polen oder Tschechien) im August/September 1942 gefertigt (zu diesem Zeitpunkt war seine Stationierung im Ersatzbtl. in und um Görlitz).

Ein Licht der Ewigkeit in Memoriam für Paul Hoppe ist HIER zu finden!

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